Das Finanz Buch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ ist das letzte Werk des ‚Börsen-Gurus‘ Andre Kostolany. Zum Guru haben ihn die anderen ernannt, er selbst schätzte diese Bezeichnung nicht. Trotzdem gab er sein umfangreiches Wissen gern weiter. Wenige Monate, bevor dieses Buch auf den Markt kam, brach der Neue Markt zusammen. Kostolany hatten die drohenden Wolken heraufziehen sehen, er warnte die Börsenneulinge vor der Jagd nach dem heißen Tipp, doch das Nachdenken über Geld setzte bei vielen zu spät ein.

Allzu viel Neues sollte der Leser in dem Finanz Buch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ nicht erwarten. Einen großen Teil der Bonmots, für die Kostolany berühmt war, sind bekannt. Trotzdem lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Dass es ein Finanz Buch ist, in dem wichtige Zusammenhänge in der Börsenwelt verständlich erklärt werden, bekommt die Leserschaft kaum zu spüren. Den erhobenen Zeigefinger hat Kostolany nie gebraucht, wenn er Börsenneulingen Devisentermingeschäfte, Optionshandel oder Arbitrage erklärt hat. Er kannte sich mit diesem Metier bestens aus und konnte anschaulich darüber plaudern.

Konkrete Anlagetipps wird der Leser auch im letzten Werk des Altmeisters „Die Kunst über Geld nachzudenken“ vergeblich suchen. Von Anlageempfehlungen in Tageszeitungen oder Börsenblättern hat Kostolany nichts gehalten. Vielmehr regt der Autor an, die Augen offen zu halten, politische und wirtschaftliche Entwicklungen kontinuierlich und aufmerksam zu verfolgen und dann die eigene Phantasie spielen zu lassen. Dass er selbst mit Phantasie und Witz begabt war, hat er immer wieder bewiesen. Kommt dann noch solides Wissen und ein Quäntchen Glück dazu, lässt sich das Auf und Ab an der Börse erfolgreich ausnutzen, um ein solides Vermögen zu bilden.

Kostolany ermutigt jeden, „Die Kunst über Geld nachzudenken“ zu erlernen. Mit seinem lockeren Stil macht er es den Lesern dieses Buches leicht, in die Welt der Finanzwirtschaft einzutauchen, um selbst an der Börse aktiv zu werden.